Unnötige Niederlage und Rückschlag
FC Steinhausen II gegen FC Hünenberg 4:3 (1:3)
Sportplatz Eschfeld, Samstag 14. Oktober 19:30 Uhr
(von Felix Diener)
Nach den zwei Siegen gegen Adligenswil und Aegeri wurde erwartet, dass auch im Auswärtsspiel gegen den FC Steinhausen II weitere Punkte verbucht werden können.
Der Start der beiden Mannschaften war bescheiden und es gelang keiner Mannschaft, das Spieldiktakt zu übernehmen wobei das Heimteam die ersten Offensivaktionen für sich beanspruchen konnte. Wie schon in den letzten Spielen öfters geschehen, kam der FC Hünenberg mit der ersten Torchance sogleich zur wichtigen 1:0 Führung. Der immer besser in Fahrt kommende Marco Rako stand erkannte die Situation blitzschnell und erzielte via dem Innenpfosten den Führungstreffer. Der FC Hünenberg war in der Folge nicht überlegen, kam aber in der 14. Minute nach einem schönen Angriff über die linke Seite über Dario Burkhardt zu einem Pass auf den wiederum perfekt stehenden Marco Rako zur Freude der gut vertretenen Hünenberger Anhänger zum 2:0. Vieles schien also für die Gastmannschaft zu laufen, vor allem als in der 25. Minute Oliver Julier glücklich in Ballbesitz kam und via Innenpfosten das 3:0 für die Gäste aus Hünenberg erzielen konnte. Was für ein Start für den FCH! Der Steinhauser Schlussmann war wirklich nicht zu beneiden, traf ihn doch bei allen drei Toren der Hünenberger keine Schuld.
Trotzdem gaben sich die Steinhauser nicht geschlagen und verfügten über mehr Spielanteile, wobei der FC Hünenberg besonders im Mittelfeld dem Gegner immer wieder viel Raum und damit das Spiel überliess. Nachdem der FCH im Mittelfeld in den letzten beiden Partien wie berichtet im stärker agierte, war das Spiel gegen Steinhausen nun wieder ein (unerklärlicher) Rückschritt. In der 31. Minute konnte der linke Innenverteidiger Ante Brekalo nach einem Eckball das erste Tor der Gastgeber erzielen, wobei die Abwehr der Hünenberger nicht überzeugte. Kurz danach benötigte es das ganze Können vom Hünenberger Schlussmann Tom Brajkovic, als er einen gefährlichen Abschluss der Steinhauser in der letzten Sekunde entschärfen konnte. Bis zur Pause tat sich dann auf dem Platz nicht mehr viel, wobei unverändert die Heimmannschaft auf das nächste Tor drückte. Zum Leidwesen der Hünenberger musst Captain Dominik Rüegg in der 40. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden und wurde durch Mirko Markanovic ersetzt.
2. Halbzeit
Wie bereits öfters in der Saison geschehen, kam der FC Hünenberg wiederum schlecht aus der Pause. So mussten die anwesenden Fans bereits kurz nach der Wiedereinnahme der Partie im nur spärlich besuchten Eschfeld, den 2:3 Anschlusstreffer durch Luca Betschart entgegen nehmen. Dieser konnte, nachdem die Zuordnung in den Hünenberger Abwehr nicht gestimmt hatte, das zweite Tor für Steinhausen erzielen. In der Folge wurde das Spiel aggressiver und mit Cédric Hürlimann, Philipp Stuber und Zakariya Ali Hussein holten sich innert weniger Minuten drei Spieler eine gelbe Karte, vom sehr unsicher pfeiffenden Schiedsrichter ab. Doch das Spiel lief nun immer mehr am FC Hünenberg vorbei und der FC Steinhausen wurde besonders im Mittelfeld immer überlegener. Als Hünenberger war es nun nicht einfach ruhig zu bleiben, konnte man die stärker werdenden Steinhauser doch deutlich wahrnehmen. Wo war nur die Hünenberger Überlegenheit und Cleverness geblieben? Als in der 70. Minute der Steinhauser Aaron Milone den Ausgleich erzielen konnte, war das ärgerlich, aber auch nicht unverdient. Die Steinhauser haben in der zweiten Halbzeit mehr für das Spiel gemacht und die Hünenberger auf dem falschen Fuss erwischt.
Der negative Höhepunkt war dann ohne Zweifel der vierte Treffer von Steinhausen tief in der Nachspielzeit, als die Gäste den Ball nach einem Angriff über die rechte Seite nicht aus ihren Abwehrreihen bekommen und Cédric Hürlimann den Siegtreffer für die Heimmannschaft erzielen konnte.
Dem FC Hünenberg bleibt jetzt noch eine Chance im letzten Spiel der Vorrunde zuhause gegen den Weggiser SC drei Punkte zu gewinnen, um nach der Winterpause einen Angriff auf die vordere Tabellenhälfte zu wagen. Gelingt das nicht, startet der FC Hünenberg im kommenden Frühling definitiv aus dem Tabellenkeller.